Interkulturelle vorurteilsbewusste Pädagogik

 

Was wir unter interkultureller Bildung verstehen und warum wir sie für essentiell wichtig betrachten, finden Sie unter dem Punkt "Pädagogik der Vielfalt". Doch wie sieht dies nun konkret im Kindergartenalltag aus?

 

Interkulturelle vorurteilsbewusste Pädagogik richtet sich an Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Nicht eine didaktische Einheit über ein Herkunftsland oder ausländische Spezialitäten bei einem Sommerfest sind schon interkulturelle Erziehung, sondern es geht um die Veränderung des Kindergartenalltags insgesamt: Gestaltung der Räume, Auswahl von Materialien und Spielen, Gestaltung des Tagesablaufs, wie kann den neuen Kindern das Eingewöhnen leichter gemacht werden, wie die fremde Religion berücksichtigt, welche Möglichkeiten bieten Musik und Rhythmik, wie können Feste gefeiert werden, wie der Stadtteil mit zum Lernort gemacht werden, welche Chancen bieten Medien wie Filme, Fernsehen, Fotos, Kassettenrekorder, welche Märchen und Erzählungen aus den Heimatländern sind mit bekannten vergleichbar, welche Unterschiede gibt es...

 

Vor einiger Zeit stießen wir bei unserer Suche nach Fachliteratur auf die "Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung" des Institut für den Situationsansatz (ISTA), welches wiederum zur Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA) gehört. Das Konzept der Vorurteilsbewussten Pädagogik begeisterte uns nicht nur durch den gemeinsamen Namen "Kinderwelten", sondern aufgrund der Haltung, die sich dahinter verbirgt: "Jedes Kind hat das Recht auf Bildung und jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Diskriminierung. Der Ansatz verfolgt den Anspruch der Inklusion, Respekt für Verschiedenheit zu verbinden mit dem Nicht-Akzeptieren von Ausgrenzung und Diskriminierung. Seine Prinzipien geben Orientierung für inklusive pädagogische Praxis." 

Weitere Informationen finden Sie u.a. hier: https://situationsansatz.de/fachstelle-kinderwelten.html

 

Wir möchten Ihnen einige Beispiele bieten, die es Ihnen erleichtern, sich ein Bild von unserem Alltag zu machen:

  • Wir machen die Vielfalt in der Kindergruppe präsent durch Familienwände, Fotos, Geburtstagskalender etc.
  • Wir bitten unsere Eltern um Alltagsmaterialien aus ihrem Kulturbereich. Dadurch können den Kindern mit Migrationshintergrund Rollenspiele erleichtert und deutsche Kinder mit Neuem vertraut werden.
  • Einsatz von mehrsprachigen Hör- und Bilderbüchern, mehrsprachiges Bilderbuchkino
  • Deutschsprachige Kinder lernen Lieder, Fingerspiele o.a. in der Landessprache ihrer Spielkameraden.
  • Gegenseitige Besuche zu Hause in Kleingruppen (s. "Besonderheiten")
  • Feste anderer Religionen und Nationalitäten werden beachtet. Gemeinsames Feiern von interkulturellen Festen.
  • Grundlegende Informationen über den Kindergarten gibt es in mehreren Sprachen.
  • Eltern sind Experten ihrer jeweiligen Familienkultur. Es wird deshalb versucht, dass Eltern, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, die Teilnahme an Elternveranstaltungen durch einen Dolmetscher/ eine Dolmetscherin erleichtert wird.
  • Gemeinsamkeiten der kulturellen Überlieferungen werden erarbeitet, wobei vorhandene Unterschiede keinesfalls ignoriert werden.
  • Besuch in Kirchen, Moscheen, Synagogen

 

Unser Kontakt

Kinderwelt Augsburg

Trägervertretung, Fachberatung: Sonja Jahn

Kita-Leitung: Irina Spannagel

 

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Kinderwelt Augsburg

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www.kinderwelt-augsburg.de

 

 

 

Frohsinn Bildungszentrum Augsburg e.V. (Träger)

Trägervertretung: Sonja Jahn (Abteilungsleitung Kitas)

 

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Johann-Georg-Halske-Str.9

86159 Augsburg

Tel: 0821-455562-18

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sonja.jahn@frohsinn.org

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