Interkulturelle Bildung

 

 

 


Interkulturelle Bildung ist ein Erziehungsziel und eine Entwicklungsaufgabe, das/ die uns alle betrifft, egal ob Kind oder Erwachsener, deutscher oder ausländischer Mitbürger.

 

Kulturelle Bildung geschieht von klein auf. Es ist ein Entwicklungsprozess, dem sich kein Kind entziehen kann. Die individuellen Identitäten der Kinder sind auf das vielfältigste mit den kulturellen Prägungen verwoben, die oft unbewusst Verhaltensmuster und Werte beeinflussen.

 


Doch was versteht man überhaupt unter dem Begriff „Kultur"? Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) des Freistaates Bayern beschreibt den Kulturbegriff auf drei Ebenen:

 

1. Die Ebene der sichtbaren Kulturprodukte, die auch außerhalb eines bestimmten kulturellen Milieus erkennbar sind. Dazu gehören z.B. Kleidung, Schriftzeichen, Tänze, Spiele oder Handwerk.
2. Die Ebene der beobachtbaren Handlungsmuster und Ausdrucksformen einer Kultur, wie z.B. die Sprache, religiöse Sitten, Essensrituale, Wohn-kultur oder Erziehungspraxis.
3. Die Ebene der unsichtbaren Wertorientierung, die „Bilder im Kopf", die das handeln der Menschen leiten, wie z.B. Einstellungen und Erziehungsvorstellungen oder auch Rollenbilder.

 

Durch das Zusammenspiel der drei Ebenen wird die Basispersönlichkeit geformt, auf der alle weiteren Entwicklungs- und Lernprozesse aufbauen. Mit der kognitiven Entwicklung, insbesondere dem Spracherwerb, werden die kulturellen Muster ausdifferenziert und damit auch das Selbstbewusstsein und die kulturelle Identität. Diese ist in der Kindheit natürlich noch stark von den Eltern bestimmt.

 

In der Alltagswelt, im Kindergarten oder in den Medien sind jedoch verschiedene Gruppen präsent und die Kinder müssen mit den Subkulturen zurechtkommen. Sie sind die Wirklichkeit unserer Gesellschaft.

 

Jedes Kind hat bzw. entwickelt daher eine persönliche und eine kollektive kulturelle Identität und lernt, wie man sich in verschiedenen Situationen angemessen verhält. Gleichzeitig bewertet es meist unbewusst durch die eigene „Kulturbrille" das Verhalten von Mitgliedern anderer Gruppen.

 

Die Erziehungs- und Lernbedingungen im Kindergarten müssen daher so gestaltet werden, dass die Kinder eine kulturelle Identität aufbauen können, in der die interkulturelle Kompetenz fest integriert ist. Die Ziele dieser interkulturellen Pädagogik gibt das Staatsinstitut für Pädagogik vor:

Inter <-> kulturell: Dialog und Austausch anregen. „Inter“ auf lateinisch heißt „zwischen“; interkulturelle Pädagogik will Dialog und Austausch zwischen Kulturen unterstützen. Hier geht es nicht vorrangig um eine besondere „defizitorientierte“ Förderung von Migrantenkindern (wie früher beim Konzept der sog. „Ausländerpädagogik“); es geht auch nicht um die Aufklärung deutscher Kinder über Besonderheiten anderer Kulturen. Im Vordergrund stehen der Dialog und ein Bemühen, Wege zu finden, den selbstverständlichen Austausch zwischen verschiedenen Kulturen zu unterstützen.

 

Kulturelle Aufgeschlossenheit fördern. Kulturelle Aufgeschlossenheit und kulturelles Selbst-bewusstsein sind Kompetenzen, die im europäischen Kontext immer wichtiger werden. Für Migrantenkinder gehört der Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Milieus zum Alltag. Auch deutsche Kinder müssen sich zunehmend in einer kulturell pluralen Gesellschaft bewegen. Sie brauchen ein Umfeld, das ihnen selbstbewussten und selbstverständlichen Umgang mit fremden Sprachen und Kulturen ermöglicht.

 

Bikulturelle Kompetenzen unterstützen. Kindertageseinrichtungen sind Orte, wo Kinder gemeinsam lernen, spielen, handeln; sie sind Orte, wo Kinder ihre eigene Identität im multikulturellen Rahmen bewusst wahrnehmen und stärken können, wo sie Bikulturalität und Multikulturalität „einüben“ und leben können. Dieses „Leben können“ setzt eine aktive Unterstützung von Seiten der Erzieherin voraus. So gilt es, die vielfältigen Lern- und Entwicklungschancen in einer multikulturell und mehrsprachig zusammengesetzten Kindergruppe wahrzunehmen und gezielt für die Entwicklung bikultureller Kompetenzen und kultureller Aufgeschlossenheit zu nutzen.“

 

Unter interkultureller Bildung verstehen wir deshalb, die Erkenntnis anzubahnen, dass Menschen und Kulturen in gleichberechtigter Weise nebeneinander und miteinander leben und dass die Kinder voneinander lernen können. Sie sollen Fremdheit nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung erleben. Unser Ziel ist es, bei gleichzeitigem Kennenlernen und Bewahren der eigenen Kultur, Verständnis und Respekt gegenüber der anderen Kultur aufzubauen.

 

Dabei spielen unsere Pädagoginnen eine zentrale Rolle. Die Multikulturalität in unserer Kindertagesstätte fordert auch und insbesondere von ihnen das selbstkritische Infragestellen eigener Einstellungen und Praktiken; eine Reflexion mit hohem fachlichem und persönlichem Anspruch.

 

Erziehung und Bildung in der Kindertagesstätte „Kinderwelt Augsburg“ bereitet damit Kinder- und auch ihre Familien!- auf ein weltoffenes Europa vor, dass politisch, gesellschaftlich, kulturell und ökonomisch zusammenwächst. Uns ist bewusst, dass Integrationsarbeit auch immer Elternarbeit bedeutet. Auch bei Eltern von Migranten ist die Integration nicht unbedingt abgeschlossen und daher müssen und sollen sie nach Möglichkeit in das Konzept mit eingebunden werden. Auf der anderen Seite bedürfen auch viele deutsche Eltern Hilfestellung bei der Begegnung mit anderen Kulturen.  Interkulturelle Bildung ist nicht nur ein Thema für Bürger mit Migrationshintergrund!

 

Die Verständigungssprache in der Kita ist Deutsch. Dadurch wird das Kind automatisch in die Sprach- und Kulturwelt Deutschlands aufgenommen. Über das Verständnis der Sprache erschließt sich wiederum die Mentalität, auf der die deutsche Gesellschaft beruht.

 

Unser Kontakt

Kinderwelt Augsburg

Trägervertretung, Fachberatung: Sonja Jahn

Kita-Leitung: Irina Spannagel

 

Kontakt:

Kinderwelt Augsburg

Johann-Georg-Halske-Str.9

86159 Augsburg

Tel: 0821-455562-20

info@kinderwelt-augsburg.de

www.kinderwelt-augsburg.de

 

 

 

Frohsinn Bildungszentrum Augsburg e.V. (Träger)

Trägervertretung: Sonja Jahn (Abteilungsleitung Kitas)

 

Kontakt:

Johann-Georg-Halske-Str.9

86159 Augsburg

Tel: 0821-455562-18

info@frohsinn.org

sonja.jahn@frohsinn.org

www.frohsinn-augsburg.de

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